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KUNSTSTOFFE UND WAREN DARAUSPolyacetale, andere Polyether und Epoxidharze, in Rohformen; Polycarbonate, Alkydharze, polyallyl Ester und andere Polyester, in Rohformen

Polyacetale, andere Polyether und Epoxidharze, in Rohformen; Polycarbonate, Alkydharze, polyallyl Ester und andere Polyester, in Rohformen, Epoxidharze

Produkteigenschaften und Einreihung

Der KN-Code 390730 umfasst Epoxidharze in Primärformen. Epoxidharze sind Präpolymere oder Oligomere mit Epoxy-Gruppen (Oxirangruppen), die nach Aushärtung mit Härtern (Amine, Anhydride, Amide) vernetzte Polymere mit hervorragenden mechanischen, adhäsiven und chemischen Eigenschaften bilden. Das am häufigsten verwendete Epoxidharz ist das Kondensationsprodukt von Bisphenol A mit Epichlorhydrin (DGEBA). Epoxidharze kommen als Flüssigkeiten, Festharze, Lösungen oder wässrige Dispersionen vor. Sie werden in Schutzbeschichtungen, Strukturklebstoffen, Verbundwerkstoffen, Industrieböden, elektrischer Isolierung und Baumaterialien eingesetzt.

Regulatorische Anforderungen und BPA-Sicherheit

Die Einfuhr von Epoxidharzen in die EU unterliegt REACH. Bisphenol A (BPA) ist als besonders besorgniserregender Stoff (SVHC) auf der REACH-Kandidatenliste aufgrund endokriner Wirkungen gelistet. Epichlorhydrin ist krebserzeugend Kategorie 1B. BPA-basierte Epoxidharze unterliegen Beschränkungen bei Lebensmittelkontaktanwendungen - die Verordnung (EU) Nr. 10/2011 legt einen BPA-spezifischen Migrationsgrenzwert von 0,05 mg/kg fest (geändert durch Verordnung 2018/213). Epoxidharze können Hautsensibilisierung verursachen.

Handel und Zollverfahren

Bei der Einfuhr von Epoxidharzen unter dem KN-Code 390730 sollten die Zolldokumente eine Spezifikation mit Harztyp, Epoxidäquivalentgewicht (EEW), Viskosität und Handelsform enthalten. Die Zollsätze sind im TARIC-System zu überprüfen. Hauptproduzenten sind Hexion, Huntsman, Dow, Nan Ya Plastics und Kumho P&B. Der Epoxidharzmarkt übersteigt 10 Millionen Tonnen jährlich. Flüssigharze werden in Fässern oder Tanks transportiert. Ungehärtete Epoxidharze sind grundsätzlich kein ADR-Gefahrgut.

Eigenschaften von Epoxidharze und Handelsanwendungen

Epoxidharze unter KN-Code 3907 30 sind Polymere in Grundformen (Granulat, Pulver, Flüssigkeit, Block), die als Rohstoffe für die Kunststoffverarbeitung eingeführt werden. Die Einfuhr erfordert REACH-Registrierung, Sicherheitsdatenblätter und technische Spezifikationen mit Molekulargewicht, Dichte und Schmelzflussindex (MFI). Produkte für Lebensmittelkontakt müssen Verordnung (EU) 10/2011 einhalten.

Häufig gestellte Fragen

Haben BPA-freie Epoxidharze denselben KN-Code?
Ja. BPA-freie Epoxidharze (z.B. auf Basis von Bisphenol F, Novolak, cycloaliphatisch) werden unter demselben Code 390730 eingereiht. Der Zolltarifcode unterscheidet Harze nicht nach Bisphenoltyp oder BPA-Freiheit. Unterschiede betreffen regulatorische Anforderungen.
Welche BPA-Grenzwerte gelten für Lebensmittelkontaktharze?
Der spezifische BPA-Migrationsgrenzwert aus Epoxidharzen in Lebensmittel beträgt 0,05 mg/kg gemäß Verordnung (EU) 2018/213. Zusätzlich ist BPA in Lebensmittelkontaktmaterialien für Säuglinge verboten. Der Harzhersteller sollte eine Konformitätserklärung bereitstellen.
Haben Härter für Epoxidharze denselben KN-Code?
Nein. Härter (Amine, Anhydride, Polyamide) für Epoxidharze sind separate chemische Substanzen, die unter entsprechenden Tarifpositionen in Kapitel 29 oder 38 eingereiht werden. Code 390730 umfasst ausschließlich Epoxidharze (Präpolymere mit Epoxygruppen) in Primärformen.
Welche technischen Spezifikationen sind für den Import von KN 3907 30 erforderlich?
Für den Import von KN 3907 30 sind Spezifikationen erforderlich: Molekulargewicht, Dichte, MFI, Comonomerzusammensetzung. SDB und REACH-Registrierung ab 1 Tonne/Jahr sind vorgeschrieben.