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KLEIDUNG UND BEKLEIDUNGSZUBEHÖR, AUS GEWIRKEN ODER GESTRICKENT-Shirts und Unterhemden, aus Gewirken oder Gestricken

T-Shirts und Unterhemden, aus Gewirken oder Gestricken, aus Baumwolle

Zolltarifliche Einreihung und Umfang des KN-Codes 610910

Der KN-Code 610910 umfasst T-Shirts, Unterhemden (ärmellose Hemden) und ähnliche Erzeugnisse aus Gewirken oder Gestricken aus Baumwolle, sowohl für Männer als auch für Frauen. Dies ist eine der am häufigsten verwendeten Unterposition im internationalen Textilhandel, da Baumwoll-T-Shirts ein grundlegendes Kleidungsstück auf allen Märkten darstellen. Position 6109 der Kombinierten Nomenklatur umfasst T-Shirts und Unterhemden ohne Geschlechterunterscheidung. Die Einreihung erfordert, dass Baumwolle den überwiegenden Gewichtsanteil in der Faserzusammensetzung ausmacht. Baumwoll-Elasthan- oder Baumwoll-Polyester-Mischungen, bei denen Baumwolle den überwiegenden Gewichtsanteil behält, verbleiben in dieser Einreihung. Das Erzeugnis muss aus Maschenware bestehen. Die korrekte Einreihung ist angesichts des hohen Handelswertes und der Einfuhrhäufigkeit besonders bedeutsam.

Regulatorische Anforderungen und Etikettierung

In die EU eingeführte Baumwoll-T-Shirts und -Unterhemden müssen den Anforderungen der Verordnung (EU) Nr. 1007/2011 zur Etikettierung der Faserzusammensetzung entsprechen. Das Etikett muss die prozentualen Faseranteile in absteigender Reihenfolge in der Amtssprache des Verkaufslandes angeben. T-Shirts mit Aufdrucken können zusätzlichen Beschränkungen für chemische Stoffe in Druckfarben unterliegen - Plastisol-Drucke können Phthalate enthalten, Sublimationsdrucke können flüchtige Stoffe freisetzen. REACH beschränkt Azofarbstoffe, Formaldehyd, Schwermetalle und andere Stoffe in Textilerzeugnissen. Die GPSR-Verordnung (EU) 2023/988 erfordert Rückverfolgbarkeit und die Benennung einer verantwortlichen Person in der EU. Importeure mit hohen Einfuhrmengen sollten Qualitätskontrollsysteme mit regelmäßigen Laboruntersuchungen einrichten.

Einfuhr, Handel und Zölle

Die Einfuhr von Baumwoll-T-Shirts unter dem KN-Code 610910 stellt eines der größten Segmente des Textilhandels zwischen der EU und asiatischen Ländern dar. Hauptexporteure sind Bangladesch, China, Indien, Vietnam, Kambodscha und die Türkei. Am wenigsten entwickelte Länder wie Bangladesch und Kambodscha profitieren von Nullzollsätzen im Rahmen der EBA. Einfuhren aus Vietnam unterliegen Präferenzsätzen im Rahmen des EVFTA. Einfuhren aus China unterliegen Standardzollsätzen und können von Antidumpingmaßnahmen oder statistischer Überwachung betroffen sein. Ursprungsregeln erfordern üblicherweise eine doppelte Transformation im Ausfuhrland. Die Zollanmeldung muss Warenbeschreibung, Faserzusammensetzung, CIF-Zollwert, Eigengewicht und Ursprungsland enthalten.

Import bedruckter T-Shirts - Anforderungen KN 6109 10

Bedruckte T-Shirts unter KN-Code 6109 10 unterliegen zusätzlichen Anforderungen an die chemische Sicherheit der Druckaufträge. Plastisol- und Transferfarben müssen die REACH-Grenzwerte für Schwermetalle (Blei, Cadmium, Quecksilber) einhalten. Sublimationsdrucke auf Polyester erfordern eine Überprüfung des Dispersionsfarbstoffgehalts. Bei der Einfuhr großer Chargen von Werbe-T-Shirts aus China sind aktuelle Überwachungsmaßnahmen in TARIC zu prüfen.

Häufig gestellte Fragen

Wird ein bedrucktes T-Shirt aus 60% Baumwolle und 40% Polyester unter Code 610910 eingereiht?
Ja, ein T-Shirt aus Maschenware mit 60% Baumwolle und 40% Polyester wird unter dem KN-Code 610910 eingereiht, da Baumwolle den überwiegenden Gewichtsanteil ausmacht. Der Aufdruck beeinflusst die tarifliche Einreihung nicht, die von der Faserzusammensetzung des Grundstoffs abhängt. Das Etikett muss beide Fasern mit Prozentangabe ausweisen.
Welche Zollpräferenzen gelten für T-Shirt-Importe aus Bangladesch?
Bangladesch profitiert von Nullzollsätzen auf Baumwoll-T-Shirts im Rahmen der EBA-Initiative (Everything But Arms). Erforderlich ist eine REX-Ursprungserklärung eines registrierten Exporteurs in Bangladesch. Die Ursprungsregeln erfordern, dass das T-Shirt in Bangladesch eine doppelte Transformation - vom Garn zum Fertigerzeugnis - durchlaufen hat.
Unterliegen Druckfarben auf T-Shirts REACH-Beschränkungen?
Ja, für T-Shirt-Drucke verwendete Farben unterliegen REACH-Beschränkungen. Plastisol-Drucke können beschränkte Phthalate enthalten, und Drucke mit Azofarbstoffen unterliegen dem Grenzwert von 30 mg/kg für freigesetzte aromatische Amine. Importeure sollten von Lieferanten technische Datenblätter einholen, die die EU-Konformität der Farben bestätigen.
Unterliegen bedruckte T-Shirts KN 6109 10 zusätzlichen Anforderungen?
Ja, bedruckte T-Shirts KN 6109 10 müssen REACH-Grenzwerte für Schwermetalle in Farben einhalten (Blei, Cadmium). Plastisoldrucke erfordern Phthalat-Tests. Sublimationsdrucke unterliegen Dispersionsfarbstoff-Kontrollen.