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ZUGMASCHINEN, KRAFTFAHRZEUGE, KRAFTRÄDER, FAHRRÄDER UND ANDERE NICHT SCHIENENGEBUNDENE LANDFAHRZEUGE, TEILE UND ZUBEHÖR DAVON›Teile und Zubehör für Kraftfahrzeuge der Positionen 8701 bis 8705
Teile und Zubehör für Kraftfahrzeuge der Positionen 8701 bis 8705, andere Teile und anderes Zubehör für Karosserien (einschließlich Fahrerhäuser), Sicherheitsgurte
Untercodes (2)
87082110Zoll: 0-3%
Teile und Zubehör für Kraftfahrzeuge der Positionen 8701 bis 8705, andere Teile und anderes Zubehör für Karosserien (einschließlich Fahrerhäuser), Sicherheitsgurte, zur industriellen Montage von Fahrzeugen der Position 8703; Fahrzeugen der Position 8704 mit Selbstzündungs-Kolbenverbrennungsmotor (Diesel- oder Halbdieselmotor) mit einem Hubraum von 2 500 cm³ oder weniger oder mit Fremdzündungs-Kolbenverbrennungsmotor mit einem Hubraum von 2 800 cm³ oder weniger; Fahrzeugen der Position 8705
87082190Zoll: 0-4,5%
Teile und Zubehör für Kraftfahrzeuge der Positionen 8701 bis 8705, andere Teile und anderes Zubehör für Karosserien (einschließlich Fahrerhäuser), Sicherheitsgurte, andere
Einreihung von Sicherheitsgurten KN 870821
Der KN-Code 870821 umfasst Sicherheitsgurte für Kraftfahrzeuge der Positionen 8701 bis 8705. Sicherheitsgurte sind das grundlegende Element der passiven Fahrzeugsicherheit, dessen Aufgabe es ist, den Insassen bei einem Aufprall in der Sitzposition zu halten. Unter diesem Code werden komplette Sicherheitsgurtsätze eingereiht, einschließlich Gurtband, Schloss, Aufroller, pyrotechnische Gurtstraffer und Kraftbegrenzer. Der Code umfasst sowohl Dreipunktgurte für Personenkraftwagen als auch Mehrpunktgurte für Sport- und Spezialfahrzeuge. Die Einfuhr von Sicherheitsgurten unterliegt strengen regulatorischen Anforderungen, da sie ein kritisches Sicherheitselement darstellen. Die Zollsätze sind im TARIC- oder ISZTAR-System zu überprüfen. Sicherheitsgurte müssen eine Typgenehmigung gemäß UNECE-Regelung Nr. 16 besitzen.
Genehmigungsanforderungen und Sicherheit von Gurten
In die EU eingeführte Sicherheitsgurte müssen zwingend über eine Typgenehmigung gemäß UNECE-Regelung Nr. 16 verfügen, die die Einhaltung der Anforderungen an Festigkeit, Energieabsorption und Beständigkeit unter Betriebsbedingungen bestätigt. Die E-Kennzeichnung auf dem Sicherheitsgurt ist sowohl für OEM- als auch für Aftermarket-Teile erforderlich. In Sicherheitsgurte eingebaute pyrotechnische Gurtstraffer unterliegen zusätzlich den ADR-Vorschriften für den Transport gefährlicher Güter, was sich auf die Einfuhrverfahren und die Logistik auswirkt. Die EU-Verordnung 2019/2144 schreibt vor, dass neue Fahrzeuge mit Gurtwarnern für alle Sitzplätze ausgestattet sein müssen. Die Einfuhr von Sicherheitsgurten erfordert Homologationsnachweise, Prüfberichte und eine Konformitätserklärung. Gefälschte oder nicht genehmigte Gurte werden an der EU-Zollgrenze beschlagnahmt.
Markt für Sicherheitsgurte und technologische Innovationen
Der Markt für Sicherheitsgurte entwickelt sich in Richtung immer fortschrittlicherer Schutzsysteme. Moderne Gurte integrieren mehrstufige pyrotechnische Gurtstraffer, die die Straffkraft je nach Aufprallintensität und Position des Insassen anpassen. Gurte mit Kraftbegrenzern reduzieren die Brustbelastung bei Unfällen. Hersteller entwickeln Gurte mit in das Gurtband integrierten Airbags (Airbag-Gurte), die die Kontaktfläche mit dem Körper des Insassen vergrößern. Aktive Gurtsysteme warnen den Fahrer bei nicht angelegten Gurten und straffen das Gurtband vor einem Aufprall automatisch auf Basis von Fahrzeugsensordaten. Beim Import von Sicherheitsgurten aus asiatischen Ländern ist eine besondere Überprüfung der Genehmigungsauthentizität erforderlich, da Produkte mit gefälschten E-Kennzeichnungen auf dem Markt erscheinen. Europäische Hersteller wie Autoliv und ZF dominieren den OEM-Markt.
Sicherheitsgurte - UNECE R16 Normen und Einfuhr
Die Einfuhr von Sicherheitsgurte (KN 8708 21) in die EU erfordert EU-Typgenehmigung gemäß Verordnung (EU) 2018/858. Der MFN-Zollsatz ist in der TARIC-Datenbank zu prüfen. Für die Zollabfertigung über ATLAS sind EORI-Nummer und korrekte Zollanmeldung erforderlich. Präferenzzollsätze können im Rahmen von FTAs gelten (z.B. EU-Korea, EU-Japan EPA, CETA). Bei Einfuhr nach Deutschland fällt EUSt von 19% an.
Häufig gestellte Fragen
Müssen Aftermarket-Sicherheitsgurte eine E-Kennzeichnung tragen?
Ja, Sicherheitsgurte - sowohl OEM als auch Aftermarket - müssen zwingend eine E-Kennzeichnung gemäß UNECE-Regelung Nr. 16 tragen. Dies ist eine absolute Anforderung für alle auf dem EU-Markt in Verkehr gebrachten Sicherheitsgurte. Gurte ohne gültige Genehmigung dürfen weder legal verkauft noch in Fahrzeugen im öffentlichen Straßenverkehr eingebaut werden. Die Einfuhr nicht genehmigter Sicherheitsgurte führt zu deren Beschlagnahme durch die Zollbehörden und zur möglichen Vernichtung der Ware.
Welche ADR-Vorschriften gelten für die Einfuhr von Gurten mit pyrotechnischen Gurtstraffern?
In Sicherheitsgurte eingebaute pyrotechnische Gurtstraffer werden als gefährliche Güter der ADR-Klasse 1.4S eingestuft. Der Transport dieser Komponenten erfordert eine geeignete Verpackung, Kennzeichnung und Beförderungsdokumentation. Der Versender muss eine Gefahrgut-Versandstückerklärung besitzen. Beim Lufttransport gelten zusätzlich die IATA-DGR-Vorschriften. Die Lagerung pyrotechnischer Gurtstraffer unterliegt den Sprengstofflagerungsvorschriften des jeweiligen EU-Mitgliedstaates.
Unterliegen Sicherheitsgurtimporte Qualitätskontrollen an der EU-Grenze?
Ja, Sicherheitsgurte als sicherheitsrelevante Produkte unterliegen der Marktüberwachung und können an der EU-Zollgrenze kontrolliert werden. Die Zollbehörden überprüfen das Vorhandensein der E-Kennzeichnung, die Genehmigungsnummer und die Übereinstimmung mit der deklarierten Spezifikation. Bei Zweifeln an der Authentizität der Genehmigung können die Waren bis zur Überprüfung mit der Genehmigungsbehörde zurückgehalten werden. Die EU-Verordnung 2019/1020 über die Marktüberwachung stärkt die Befugnisse der Zollbehörden.
Welche Anforderungen gelten bei der Einfuhr von Sicherheitsgurte KN 8708 21?
Die Einfuhr von Sicherheitsgurte (KN 8708 21) erfordert EU-Typgenehmigung gemäß Verordnung (EU) 2018/858, EORI-Nummer und Zollanmeldung. Der MFN-Zollsatz ist in der TARIC-Datenbank zu prüfen. EUSt von 19% fällt an.
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